UCIWCCorridonia TiggerTomPresse 1

 

Platz 2 im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen

 

Nun konnte ich endgültig mein super Leistungslevel unter Beweis stellen. Beim Einzelzeitfahren am Donnerstag konnte ich mich auf der sehr anspruchsvollen Strecke (mit 27Km und 455Höhenmeter wirklich Weltcup würdig) voll ausbelasten und eines meiner Besten Karriere-Zeitfahren abliefern. Mit 51min17sec war ich nur 1min10sec hinter dem Handbike-Dominator Jetze Plat (NED). Er ist seit 3 Jahren im Weltcup ungeschlagen und ist einfach „die nächste Generation“ und „ein im positiven Sinne genetisches Monster“. Ich drücke zwar bei weitem nicht seine Wattwerte aber durch mein sehr gutes Leistung / Gewicht Verhältnis konnte ich auf diesem Kurs annähernd mithalten. Auf Platz 3 folgte Rafal Wilk (POL), welcher wie ich ein sehr leichter Athlet ist. In den letzten Jahren hatte ich meisten bergauf das nachsehen gegenüber ihm, aber dieses Mal konnte ich ihn mit 2min distanzieren. Das restliche Feld folgte mit deutlichem Abstand. Das samstägige Straßenrennen über 5Runden, es wurde leider von geplanten 7 Runden verkürzt, hatte noch immer 752Höhenmeter. Um die gefährliche Abfahrt etwas zu entschärfen sind wir nach der Startfreigabe den ersten Sprint gefahren, um nicht in einer zu großen Gruppe in die Abfahrt zu kommen. Es ist auch gut gelungen und so waren wir in der ersten Runde noch zu 5 und ab der Mitte der 2. Runde drei Athleten. In Runde 3 habe ich zweimal attackiert. Die erste Attacke hatte das Ergebnis, dass wir nur mehr ein Spitzenduo waren, in der langen Steigung versuchte ich dann auch mein Glück gegenüber Jetze Plat (NED). Am Ende der Steigung war er auch 5-6 Meter hinter mir, was aber viel zu wenig war, die konnte er als es flacher war mit „2“ Kurbelumdrehungen holen. In Runde 4 hat er mir dann bei einem kurzen giftigen Anstieg den Zahn gezogen. Am Ende der langen Steigung hatte ich 20sec Rückstand und habe „es“ eingesehen. Die letzte Runde bin ich kontrolliert zu Ende gefahren. Wenigstens hatte Jetze Plat etwas Angst und hat voll durchgezogen, womit er im Ziel 2min Vorsprung vorweisen konnte. Trotzdem ist es ein absolut perfektes Ergebnis für mich. Auf Platz 3 folgte der Australier Allen Grant. Mit zwei zweiten Plätzen konnte ich das Maximum erreichen und es war sogar besser als ich es mir erhofft habe. Da es eine sehr ähnliche Strecke wie in Tokio2020 ist, bringt es auch sehr viel Zuversicht und Motivation.

In 5 Tagen startet in Ostende (BEL), bescheidene 1700Km mit dem Auto, der nächste Weltcup. Da die Strandregion dort total flach ist, wird es um einiges schwerer werden Top-Ergebnisse einzufahren. Aber ich bin im Flow … Und mehr als Mein Bestes geht nicht!

 

Bericht und Foto : Tiggertom