Tiggertom Frühwirth ist erneut Para-Triathlon-Weltmeister

Tom Frühwirth und Flo Brungraber © ÖTRV

Tom „Tiggertom“ Frühwirth hat es wieder geschafft: Nach seinem Weltmeistertitel im Paracycling sicherte er sich auch bei der Para-Triathlon-WM in Pontevedra (ESP) erneut Gold. Damit ist das „Double-Double-Double“ perfekt.

Zwei Weltmeistertitel, in zwei verschiedenen Sportarten und das in zwei aufeinanderfolgenden Jahren – dieses besondere Kunststück ist Tom Frühwirth erneut gelungen. Nach seinem Erfolg bei der Paracycling-WM in den USA krönte sich der Steirer nun auch in Pontevedra zum Para-Triathlon-Weltmeister.

Dabei verlief die Vorbereitung besser als erwartet. Die Rückreise aus den USA, die Zeitumstellung und der Wiedereinstieg ins Training verkraftete Frühwirth gut. Bereits nach drei Tagen war er wieder im vollen Training. Auch die Anreise nach Pontevedra und die beiden verbleibenden Trainingstage verliefen nach Plan.

Ein Rennen voller Zwischenfälle

Im Rennen selbst wurde es dann turbulent. Beim Schwimmen kam Frühwirth gut weg und führte seine Startwelle vom Start bis zum Ausstieg aus dem Wasser an. Er kam schließlich als Zweiter aus dem Wasser.

Auf der vier Runden umfassenden Radstrecke mit jeweils einem längeren Anstieg konnte der ÖBSV-Athlet seine Stärke ausspielen und die zweitschnellste Radzeit erzielen. Allerdings musste er dabei einen ungewöhnlichen Zwischenfall überstehen: In der dritten Runde verhakte sich viermal das Bremsseil an seiner Kurbel. Dadurch kam es jeweils zu einer kurzen Vollbremsung. Frühwirth verlor dadurch nach eigener Einschätzung rund 20 Sekunden.

Auf der letzten Radrunde wurde er von Josef Fritsch (FRA) überholt. Mit nur 15 Sekunden Rückstand ging Frühwirth in die zweite Wechselzone und konnte den Abstand nach dem Wechsel rasch wieder verkürzen. Nach rund 500 Metern übernahm er erneut die Führung.

Doch damit war das Chaos noch nicht vorbei. Nach etwa einem Kilometer ereilte Frühwirth ein Reifendefekt am hinteren Rennrollstuhllaufrad. Aufgeben kam für den 45-Jährigen dennoch nicht infrage. Er setzte das Rennen fort und kämpfte weiter um einen Podestplatz.

Frühwirth übernimmt wieder die Führung

Fritsch konnte Frühwirth zunächst erneut überholen. Dank seiner Stärke im Rennrollstuhl blieb der Österreicher jedoch dicht dran. In der zweiten von drei Laufrunden hatte schließlich auch Fritsch mit einem technischen Problem zu kämpfen: Sein Fixierungsgurt am Rennrollstuhl brach.

Damit übernahm Frühwirth wieder die Führung. Der Vorsprung auf seinen Teamkollegen Florian Brungraber war nach dem Handbiken schließlich groß genug, um ihn bis ins Ziel zu verteidigen. Mit 50 Sekunden Vorsprung sicherte sich Frühwirth den Weltmeistertitel. Brungraber machte als Zweiter den österreichischen Doppelsieg perfekt. Fritsch wurde trotz der Zwischenfälle Dritter.

Damit wiederholten Frühwirth und Brungraber ihren Doppelsieg aus dem Vorjahr.

Für Frühwirth ist es ein besonderer Erfolg: Zum zweiten Mal in Folge darf er sich Weltmeister in zwei verschiedenen Sportarten nennen. „Das Double-Double-Double ist perfekt“, freut sich der frischgebackene Weltmeister.

Die Saison 2026 ist für Frühwirth allerdings noch nicht beendet. Am 31. Oktober steht mit dem Para-Triathlon in San Pedro de la Paz in Chile noch der Saisonabschluss auf dem Programm.

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