VIRTUS Open: Gold statt Schneeregen

Die österreichische Rennfahrerin in schwarz-rotem Anzug mit rotem Helm und gelber Brille umkurvt in leichter Hocke dynamisch ein Tor, auf dem Kitzbühel geschrieben steht.
Newcomerin Jasmin Haim auf ihrer Gold-Fahrt. © OBSV Baubinder

Fantastischer Auftakt: Der erste Wettkampftag der VIRTUS Open lief für unsere Ski-Asse mit mentaler Behinderung nach Maß. Der angesagte Regen blieb aus, und so konnten die Athletinnen und Athleten bei bester Sicht den Super-G in Angriff nehmen.

Wetter spielte mit

Föhn, Nebel und Regen waren für den heutigen Super-G am Kitzbüheler Horn angesagt. Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster bestätigte sich diese Befürchtung zunächst. Weil die teilnehmenden Rennfahrerinnen und Rennfahrer jedoch nicht aus Zucker sind, trafen sich die Teams aus acht Nationen bereits um 7:30 Uhr vor der Gondel.

Die Pistenbesichtigung machte den Anfang, und die Mitglieder des Kitzbüheler Ski Clubs sorgten wieder einmal für perfekte Bedingungen. “Da will ich mal kein Spielverderber sein”, dachte sich offenbar das Wetter beim Anblick der Strecke und ließ den Regen Minute für Minute abschwächen. Beim ersten Trainingslauf war die Sicht deutlich besser als am Vortag, und nur winzige Schneeflocken rieselten auf die Helme der Anwesenden.

Ein italienischer Skifahrer umkurvt schneidig ein rotes Tor. Er ist fast ganz in der Hocke und lehnt sich stark in Richtung Tor
© OBSV Baubinder
© OBSV Baubinder

Spaß an der Geschwindigkeit

Als um Punkt 10:45 Uhr die erste Athletin im Super-G durch das Starthaus preschte, war die Sicht perfekt, und die Sonne kämpfte sich durch die Wolken – so wie die Sportlerinnen und Sportler durch die roten und blauen Tore. Technisch sauber und mit Top-Geschwindigkeiten kurvten sie bis ins Ziel hinunter.

“How much fun do you wanna have?”, fragte der US-Coach seine Rennfahrerin im Starthaus. “A lot”, antwortete sie kurz, ehe sie sich die Piste hinunterstürzte. Und der Spaß an der Geschwindigkeit war spätestens im Ziel allen Fahrerinnen und Fahrern deutlich anzusehen.

Team Austria war einmal mehr kaum zu bremsen. Vor den Augen der ORF-Kameras holten Lokalmatador Lukas Moser sowie Jasmin Heim und Stephanie Schlömmer Gold für Österreich. Silber sicherten sich Anna-Sophie Friedl und Christian Öllinger. Bronze ging an Markus Grameiser und Elena Grabner – sieben Medaillen zum Auftakt können sich mehr als sehen lassen.

Mittendrin auf der Streif

Als besonderes Zuckerl versammelten sich am Nachmittag alle Teams bei der Hahnenkammbahn. Nach der Gondelfahrt zum Gipfel stand ein Highlight am Programm: Der Kitzbüheler Ski Club (KSC) nahm die Ski-Asse samt Betreuerteams mit auf eine Abfahrts-Sightseeing-Tour über die Streif.

Team Austria wurde dabei von Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, persönlich geführt. An jeder Schlüsselstelle hielt die Gruppe in roten Skianzügen an und lauschte seinen Erklärungen und seinem Insiderwissen zur legendärsten Abfahrtsstrecke der Welt.

Unverletzt und bestens gelaunt endete die Tour im Zielbereich. Dort wurden Skier und Schuhe abgeputzt und sorgfältig in die Busse verladen. Denn morgen geht es weiter: Mit dem Riesenslalom warten gleich zwei technisch anspruchsvolle und kräftezehrende Durchgänge auf unsere Sportlerinnen und Sportler.

Offizielle Ergebnisliste

Die Gruppe der Österreicher steht an einer Pistenkante und blickt hinunter. Dahinter sieht man Kitzbühel.
© OBSV Baubinder
Referentin Paula Grameiser Scherl umarmt Siegerin Stephanie Schlömmer
© OBSV Baubinder
Michael konrad beim ORF Interview
© OBSV Baubinder
Team Frankreich posiert für ein Gruppenfoto
© OBSV Baubinder
Eine Amerikanerin wärmt sich auf mit Elastobändern
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Ein Fahrer lehnt sich tief in Richtung rotes Tor und zieht daran vorbei
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Führung auf der Kitzbühler Streif durch den Präsidenten michael huber, der den Gruppen eine Schnittstelle zeigt
© OBSV Baubinder

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