TiggerTom: Saisonrückblick 2025
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Mit etwas Abstand wird es nun Zeit, auch ein Resümee meines Sportjahr 2025 zu ziehen. Begonnen hat die heurige Reise mit einem langen Trainingslager in Thailand. Dort war es mir eine Freude, meine Erfahrungen mit dem thailändischen Nationalteam zu teilen und einige gemeinsame Trainingseinheiten zu absolvieren. Direkt im Anschluss stand Mitte Februar bereits der erste Wettkampf am Programm. Den Paratriathlon-Weltcup in Abu Dhabi konnte ich auch gleich gewinnen.
Anfang Mai wurde es dann sehr intensiv. In den folgenden 8 Wochen hatte ich 6 Rennwochenenden. Die Ausbeute: Silber im Time Trial und Platz 4 im Straßenrennen beim UCI-ParacyclingWeltcup in Ostende (BEL), DSQ in Yokohama (JAP), Sieg beim Paratriathlon-Weltcup in Samarkand (UZB), Sieg bei der Paratriathlon ÖM in Schweinfurt (GER), Sieg bei der Paratriathlon EM in Besançon (FRA), ein Trainingslager in den französischen Alpen (mit 42h echtem Training in 8 Tagen), sowie der Sieg bei der Paracycling ÖM in der Schweiz.
Den Trainingsblock für die UCI-Paracycling-WM absolvierte ich zu Hause. Deswegen konnte ich auch noch den ITU Paratriathlon Weltcup in Tata (HUN) direkt aus dem Training heraus bestreiten und ebenfalls gewinnen. Bei der UCI Paracycling WM in Ronse (BEL) konnte ich dann auch zuschlagen und meinen Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren erfolgreich verteidigen. Die Krone bleibt MEIN! Auch im Straßenrennen glänzte ich und errang die Bronze-Medaille.
Zum Abschluss gab es noch ein Ziel: die ITU Paratriathlon WM im australischen Wollongong. Die Trainingsphase bis dorthin verlief tadellos. Auch die Anreise sowie das Training vor Ort waren makellos, dem Showdown stand also nichts im Wege. Den krönenden Abschluss konnte ich auch liefern und mich in Wollongong ebenfalls zum ITU Paratriathlon Weltmeister küren.
Im selbem Jahr Weltmeister in zwei verschiedenen – wenn auch sehr ähnlichen – Sportarten zu werden, ist schon cool!!! Es gibt nicht viele Athleten, die so etwas vorweisen können. Sicherlich ein weiterer Ritterschlag in meiner Sportkarriere.
So etwas sah man eher vor 15–20 Jahren, in einer Zeit, in der der Parasport noch nicht den heutigen Professionalisierungsgrad erreicht hatte. OK, Jetze Plat (NED) hat es mehrmals erreicht, aber ich habe meine Behinderung nicht von Geburt an und ich bin kein genetisches Monster. Dafür musste ich in den letzten 10 Jahren schon ziemlich „bluten“ – und trotzdem habe ich jede Sekunde davon genossen.
Wie immer ist und war das Wichtigste für eine so überragende Saison die Gesundheit. Seit November 2024 war ich nie wirklich krank und hatte auch keine größeren Verletzungen. Trainingstechnisch haben wir, mein Trainer Christoph Peprnicek und ich, das Limit schon sehr ausgereizt und uns auf einem schmalen Grat bewegt. Beim Hitzetraining wurde eine Menge Schweiß vergossen und beim IHHT (intermittierende Höhenexposition) dünne Luft geatmet. Am Ende ging aber alles wie geplant auf. Gerade dieses Bewegen an der Grenze zum Übertreiben, wo dann Krankheit, Verletzung oder Übertraining einsetzen könnten, motiviert mich nach wie vor extrem.
Es war einfach wieder ein lässiges Sportjahr. Ich durfte viele schöne Momente erleben, viel Schmerz erfahren, neue Kulturen kennenlernen, beeindruckende Landschaften bestaunen… Einfach DANKE an den Sport.
Danke auch an alle Sponsoren, Unterstützer, Wegbegleiter. Ab 17.11.2025 starte ich bereits in das Sportjahr 2026. Schon am 07.12. geht es mit dem österreichischen Paracycling-Nationalteam zum ersten Trainingslager nach Gran Canaria.
Ziel 2026:
- UCI Paracycling Weltmeisterschaft
- ITU Paratriathlon Weltmeisterschaft
- ITU Paratriathlon Europameisterschaft
- UCI Paracycling Weltcup
- ITU Paratriathlon Weltcup
Ich habe 2 Kronen zu verteidigen, und die Meute sitzt mir im Nacken!
Text: Thomas Frühwirth


















